|
Freitag, 5. Februar 2010 8.30 - 9.00 Uhr SWR 2 - "Wissen" Technik: Ines Rodriguez Musik: Peter Zoufal Redaktion: Ralf Kölbel Selber denken! Zur Entwicklung der „Philosophischen Cafés“ Hörstück von Detlef Berentzen

Das Leben provoziert Fragen. Immer schon. Man will die Welt erkennen, ihr denkend auf den Grund gehen. Gerade in der unübersichtlichen Postmoderne gibt es ein zunehmendes Bedürfnis nach Antworten. Der Erfolg der „Philosophischen Cafés“ belegt das. Seit Marc Sautet Anfang der 90er-Jahre begann, die Philosophie neu und praktisch zu verorten, ist sie zu einem frei verfügbarem „Basis-Vitamin“ gegen den alltäglichen Kältestrom geworden. Detlef Berentzen hat die „Cafés“ der Philosophen Peter Vollbrecht (Mannheim) und Lutz von Werder (Berlin) besucht, erörtert aber auch das Wirken von Marc Sautet und die aktuellen Entwicklungen der praktischen Philosophie.
podcast
|
|
|

Das Rettende wächst. Still. Ganz still. Nur wenig Schatten. Und dann wieder Licht.
more info
|
|

Dunkle, schwarzgelbe Tage, an denen niemand ein Licht anzündet. Überall nur Jammer und Februar. Ich habe mir eine Rose gekauft. Als Stütze.
|

Wie gut, daß es sie gibt. Immer und noch. Seit neunzig Jahren. Und ist doch viel jünger. Egal, man wird sie feiern, empfangen, ehren. Doch wir saßen einst beim Tee und waren neugierig aufeinander. Sie sagte Sätze wie: "Dieses Nachdenken, dieses Sich-Konfrontieren mit dem Eigenen, das ist ein anstrengender Prozeß!" Da hatte sie mich bereits fotografiert. Hildegard Ruoff trägt immer ihre kleine Kamera bei sich. Fotografiert den Zufall, auch die Notwendigkeit. Berührt das Unberührbare. Hat "Asphaltcollagen" verdichtet, Wege gewiesen. Zum Beispiel.
Immer fotografiert sie. Und dann wieder: "Das Analphabetentum des Herzens ist doch sehr weit verbreitet!" Leise sagt sie das, zärtlich. Danach erzählt sie vielleicht von ihrem Mann: Fritz Ruoff. Dem Maler, dem Suchenden, dem Gezeichneten, dessen Vielfalt sie in der Schellingstraße verwahrt und ausstellt. Ruft ihm noch heute liebevoll nach, macht ihn lebendig, schaut aus dem Fenster, streift die Farben und noch ein Satz, der bei mir geblieben ist: "Denk daran, was Baudelaire schrieb: Mein entblößtes Herz!" Später wieder Tee, Schlürfen und Lachen. Und eine Umarmung. Soll bleiben.

more info
|
|

"Mein lieber Schiller!" - Nur gut, daß der ewig feuertrunkene Theatermacher Uwe Zellmer von der Schwäbischen Alb eine stattliche Reihe von KollegInnen und FreundInnen (meist des Nachts) anrief und sie bat, doch bitte zu ihrem ganz eigenen Schiller und möglichst bald und nicht zu lang. Inge Jens, Peter Härtling, Dieter Hoeneß, Heiner Kondschak, Felix Huby, Arno Luik, Dietlinde Elsässer, Detlef Berentzen u.v.a.m. griffen in die Tasten. Zellmer komponierte mit seinem Congenius Hans Schenk das passende Buch aus den Texten: "leicht schräg", mit jeder Menge göttlicher Funken und jenem Schiller'schen Trost, den wir bis heute so nötig haben: "Wenn Gram an dem Herzen nagt, wenn trübe Laune unsere einsamen Stunden vergiftet, wenn uns Welt und Geschäfte anekeln, wenn tausend Lasten unsere Seele drücken und unsere Reizbarkeit unter Arbeiten des Berufs zu ersticken droht, so empfängt uns die Bühne - in dieser künstlichen Welt träumen wir die wirkliche hinweg, wir werden uns selbst wiedergegeben."
more info
|
|

Das Unendliche erlangt, wer im Endlichen nach allen Seiten schreitet. (Ernst Bloch)
|
|
|