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GoodNewz 9.0


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“Manche Regisseure sagen: Ich bin lieber beim Zahnarzt als beim Fotografen”….Noch stimmt das Licht nicht, außerdem ist die Stirn noch zu kraus, mehr Schatten bitte und kannst Du mal eben den Vorhang…..jedes seiner Porträts hat einen Anfang, braucht seine Weile, auch engagierte Kommunikation und Konzentration,…ehe sich jener nackte Moment der Wahrheit einstellt, in dem alles stimmt, auf den Punkt kommt, unspektakulär, aber mit absoluter Notwendigkeit – Christian Schulz eben. Bis Anfang April 2010 stellt er in der Galerie der Schwartzschen Villa (Berlin) “Gesichter des Kinos” aus:  Juliette Binoche, Marcel Carné, Willem Dafoe,Johnny Depp, Stephen Frears, Samuel Fuller, Dennis Hopper,Elia Kazan, Susanne Lothar, Charlotte Rampling, Billy Wilder…Gesichter, die schwarzweiß sprechen, Erinnerungen produzieren….

…bei mir auch Erinnerungen an Christians Anfänge. Als wir noch zusammen für die taz unterwegs waren, beide jung, er noch jünger und verspielt, mit Ralph Rieth und Peter Hebler Teil jener Fotografen-Clique, die für die linke und irgendwie auch radikale Tageszeitung unterwegs war. Eben auch auf der Berlinale. Und immer bei den Protagonisten, in jenen Hotels, über die er später schrieb: “Wie soll man dort unverwechselbare Bilder machen? Manche Räume haben hässliche Tapeten, an den Wänden hängen furchtbare Bilder, es stehen immer Kaffeetassen und Mineralwasserflaschen herum. Als Fotograf braucht man eine freie Fläche, damit der Blick nicht zu sehr abgelenkt wird. Schwierig ist die Arbeit im Kempinski, dort ist das Licht schlecht, die Zimmer sind klein.” Macht aber nichts. Schauen Sie selbst. Fotos à la mode Schulz bleiben trotzdem unverwechselbar.

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