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SWR2 "Wissen" Samstag, 4. September 2010, 8.30 Uhr "Kindheit steckt in jedem Anfang" Die Kinder- und Jugendliteratur des Peter Härtling Hörstück von Detlef Berentzen

„Es gibt eine Literatur für Kinder, deren Verlogenheit kränkend ist!“, erkannte der Schriftsteller Peter Härtling bereits Ende der 60er-Jahre. Seither hat der renommierte Romancier und Lyriker eine Vielzahl von Kinder- und Jugendbüchern publiziert, die der aktuellen Wirklichkeit junger Leser Rechnung tragen. Bücher, die von ersten Erfahrungen, von den “Anfängen“ der Kinder und Jugendlichen erzählen. Härtlings Literatur will „beunruhigen und wecken“ – mit Witz, Engagement, Leidenschaft und den Farben der Fantasie. Bücher wie „Das war der Hirbel“, „Krücke“ oder „Ben liebt Anna“ zählen längst zu den Klassikern der Jugendliteratur. Was macht die Kinderbücher dieses Autors, so erfolgreich und im Grunde auch zeitlos? Vielleicht ist es dies: „Ich habe keine pädagogischen, keine didaktischen Bücher schreiben wollen, sondern Bücher fürs Leben!“ (Produktion 2008) |
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SWR2 "Wissen" Freitag, 3. September 2010 8.30 Uhr Redaktion: Ralf Kölbel Barfußphilosophen Rebellen auf nackten Sohlen Hörstück von Detlef Berentzen

Sie suchen den sinnlichen Kontakt zu „Mutter Erde” und verweigern den „Gruppenzwang” der Schuhgesellschaft. Ihre Philosophie kommt barfuß daher, weil Zivilisation den Verlust von „Bodenhaftung” meint. Dabei stehen die „Barfußphilosophen” der Jetztzeit in einer langen Tradition. Der alte Sokrates, die mönchischen „Barfüßer” des Mittelalters, die reformfreudigen „Wandervögel” des Kaiserreichs oder die Hippies der 60er-Jahre, sie alle drückten ihren Eigensinn „unten ohne” aus. Aktuell nimmt die Zahl der Barfußvereine rasant zu, überall werden Barfußpfade angelegt, der Fuß kommt wieder zu Sinnen. Detlef Berentzen folgt (mit und ohne Schuhwerk) den Spuren der Barfußphilosophie, spricht mit aktuellen Protagonisten, recherchiert Mythos, Geschichte und Theorie, begibt sich auf Barfußpfade und sinnstiftende Veranstaltungen der barfußphilosophischen Gemeinde.
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Ein “Think-Tank” wollen sie sein. Ein “Institut”. Für eine “Solidarische Moderne”. Haben sich im Januar dieses Jahres gegründet, ein wenig Trara gemacht, Halali geblasen und dann Schweigen. Mehr oder weniger. Doch jetzt will sich die Allianz aus “Linken”, “Grünen”, Ypsilantis und irgendwie vielleicht auch Unabhängigen mit einer “Summer-Factory” in Sachen “Bildung” in die lahmende Debatte einmischen. Mit einer “Fabrik” wohlgemerkt, keinem Laboratorium (“lab”), wie es beim Blochinstitut in Ludwigshafen oder bei der Berliner taz (s. Foto) so gern veranstaltet wird. Etwas für gestandene Werktätige also. Und das im ganz späten Sommer, Ende September, in Frankfurt am Main, an Goethes Universität.
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Robert, so nenne ich ihn seit Jahren, hat ein rostiges Fahrrad. Einmal pro Woche schiebt er es in unseren Hof. Wühlt in den Mülltonnen. Findet immer mal wieder Pfandflaschen und verstaut sie in den mitgebrachten Plastiktüten. Duckt sich weg. Macht sich krumm. Ist eigentlich gar nicht da, nichts als ein blickloser Sammler. Und doch.
Heute morgen trägt er plötzlich eine Rasta-Mütze auf den langen Haaren. Schön bunt und irgendwie Jamaica: Get up, stand up! Ich flüstere vom Balkon hinunter, daß mir die Mütze gefällt. Er blickt kurz zu mir herauf. Hat blaue Augen und ein richtiges Gesicht. Als er alle Tonnen gecheckt hat, hängt Bob die Tüten an sein Fahrrad, zeigt mir seinen Fanellhemdrücken und hebt im Fortgehen kurz die Hand. Wie zum Gruß. Man kennt sich.
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 Timm Ulrichs: "Blick zurück nach vorn", Museum Ritter (bis 19. September 2010)
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(74) Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es könnte geladen sein. (Ernst Bloch) |
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