header02
 
Bloch 125.0 (Die Welle)

Wir haben vielleicht nicht die "kritische journalistische Distanz" zu studentischen Themen, aber wir versuchen Hintergründe kritisch zu beleuchten, Leuten Dinge bewußt zu machen, die ihnen vielleicht in den meisten Medien nicht vermittelt werden. Wir versuchen unsere kleine Utopie ein Stück weit hörbar zu machen. Ansonsten ist die Wüste Welle als freies Radio ein Ort, an dem Menschen ein Radioprogramm machen können, das frei ist von irgendwelchen Sachzwängen. Und genau das ist im Grunde genommen schon die Antizipation von Zukunft. (Thomas Demmel, Wüste Welle)

 

 


 
Bloch 125.0 (Das Zentrum)

 


Zoom mit  rechter Maustaste einstellen

"Wenn wir eine Geburtstagskonzerte-Reihe im Ernst-Bloch-Zentrum veranstalten, dann ist das Musik, die etwas mit Bloch zu tun hat. Aber da wir eben ein gegenwärtiges, ein in die Zukunft gewandtes Zentrum sind, spielen wir nicht nur Beethoven und Mozart, also Blochs Lieblingsmusik, sondern starten die Reihe ganz gegenwärtig mit "Tocotronic", also einer Band mit Textzeilen wie: "Pure Vernunft darf niemals siegen" oder "Stürmt das Schloß" Das ist dann schon der Philosophie des Hauses angemessen!" (Frank Degler, Ernst-Bloch-Zentrum, Ludwigshafen)

 

 

 

 
Bloch 125.0 (Der Chor)


Zoom mit rechter Maustaste einstellen

Musik ist Ausdruck einer Utopie, die ich nicht genau in Worte fassen kann. Das hat ja Ernst Bloch selbst über die Musik gesagt, daß dort etwas zur Sprache kommt, was eben in Worten nicht sagbar ist. Das heißt, die Musik läßt die Utopie offen, wir können sie mit der Sprache nicht, noch nicht begreifen, das ist das eine. Das andere ist aber auch, daß wir uns in den Programmen immer wieder mit sehr konkreten Fragen beschäftigt haben, wir haben Dinge formuliert wie das bedingungslose Grundeinkommen, wir haben gesprochen über politisch-musikalische Initiativen, wie das palästinensisch-israelische Orchester, das es seit elf Jahren gibt und haben das auch in Stücken von uns verarbeitet, indem wir gesucht haben, welche kleinen Schritte, welche gelebten Utopien gibt es schon und versucht, die in eine Chorsprache zu bringen, die dann das Publikum auch annimmt.
(Tom Potthast, Ernst-Bloch-Chor, Tübingen)

 

 
Theater Lindenhof

 


kamera:db, schnitt:frank reinhold

 

Ode an die Feuertrunkenen
Wilde Schöpfer sind sie. Zitternd vor Kühnheit und alberprobt. Kein Stall, keine Ruine, kein Turm, die vor ihnen sicher wären - Theater ist überall. Oder nirgends. Selbst den Himmelberg haben sie erklommen und hochdroben, wo die Räder der Geschichte im Kreise sich drehen, Wanderer wie Engel aufgestellt, den Sturm, der vom Paradiese her weht, unter ihren Schwingen. Hoch trug es sie hinauf. Mitten im kalten Winter.
Jahr auf Jahr bestellten sie ihre Bühne, setzten verwegen wie mutig auf Spiel und Plan, drangen vor ins Offene, deklamierten auf schwankenden Gerüsten Verse gegen die bleierne Zeit.
Manchmal aber triffst Du sie des Nachts, älter geworden, Jahresringe unter den Augen, den Zweifel im Genick, der kein Verzweifeln ist, hadernd, streitend, dem Weingeist huldigend, hörst garstige Gesänge bis früh der Morgen graut, und eine milde Sonne Hoffnung in die Gesichter schreibt. Jeder Tag, auch der neue, will erstritten sein.

 

more info

 

 

 
Der Deutsche Schäferhund

100 Jahre zwischen Gut und Böse

Im Jahre 1899 gründete der Rittmeister Max von Stephanitz den „Verein für Deutsche Schäferhunde (SV)“. In einer Zeit nationalen Taumels wurden die Grundlagen für die Erfolgsstory eines Deutschen Hundes geschaffen, der bis heute - wie kein anderer - den historischen Wandel deutscher Mentalitäten spiegelt.

Image

Weiterlesen...
 
Schäferhund - Rezensionen

Winfried Kurth und Oskar N. Sahlberg

Nürnberg 2001: Der internationale Kongress
über Motivationen in der Geschichte

Der Berliner Journalist und Autor Detlef Berentzen zeigte einen Film zum Thema "Der Deutsche Schäferhund – 100 Jahre zwischen Gut und Böse", der auf einem von ihm mitverfassten Buch3 beruhte. Die im Kaiserreich vom Nationalisten und "Rassenhygieniker" Max von Stephanitz "am Zeichentisch entworfene" Rasse des Deutschen Schäferhundes wurde im Laufe der Zeit zur Symbol- und Identifika-tionsfigur, zum Projektionsträger und zur Karikatur der Deutschen. Der Hund ent-wickelte die auf ihn projizierten Tugenden und Laster – die ganze Geschichte der letzten 100 Jahre hindurch, über die NS-Zeit (Hund als Mord- und Folterwerkzeug), deutsche Teilung (Spaltung in Ost- und Westrasse), 68er Bewegung (Schäferhund als verhasstes Symbol fürs Establishment) bis hin zur postmodernen "Fitness & Fun"-Hundesportart "Agility" der 90er Jahre, bei der der Hund (ohne Halsband) zum Partner wird und Hund und Mensch gemeinsam rennen. Die Haltung des Menschen zum Hund spiegelt somit den Zeitgeist und die jeweils vorherrschenden Gruppenfantasien wider. (Winfried Kurth und Oskar N. Sahlberg)

Weiterlesen...